Regenwasserzisterne

Regenwasserzisternen lohnen sich! Oder doch nicht? Wir haben darüber eine ganze Weile nachgedacht und recherchiert und herausgefunden, dass es unter normalen Umständen sehr lange dauert, bis sich eine Regewasserzisterne amortisiert hat.

Wobei man hier natürlich unterscheiden muss, ob man die Regenwasserzisterne nur für die Gartenbewässerung nutzt – hier spielt selbstredend wieder die Größe des Gartens eine maßgebliche Rolle – oder auch für die Klospülung, oder auch zum waschen der Wäsche. Regenwasser zum duschen nutzen geht übrigens nicht, weil die Dusche über den Wasserkreislauf des Trinkwassers läuft.

Die Situation in der Gemeinde in der wir bauen, verhält sich in Bezug auf die Rentabilität einer Regenwasserzisterne jedoch noch etwas anders. In Sommerkahl nämlich gibt es eine eigene Quelle, die das Dorf mit Wasser versorgt. Gut daran, dass wir so eine sehr hohe Wasserqualität haben. Eher schlecht dagegen, dass die Kosten für das Wasser mit 2,20 EUR /m³ sehr hoch sind.

Einen Ort weiter, 5km entfernt, kostet der m³ zum Beispiel nur 1,00 EUR. Dort lohnt sich eine Regenwasserzisterne nicht wirklich. Laut Online Rechner können wir bei unseren Wasserkosten von 2,20 EUR /m³ mit Regenwassernutzung aller möglichen Kanäle pro Jahr 85 EUR sparen mit einem 3 Personenhaushalt. Gehen wir mal großzügig von 100 EUR aus, kann man bei Zisternenkosten von 2.500 EUR inkl. Erdaushub also schon 20 Jahre rechnen, bis es sich lohnt. Am Ende ist es also wohl ein Nullsummenspiel.

Da wir aber auch eher grün unterwegs sind, und Regenwasser zudem besser für die Waschmaschine ist (es enthält keinen Kalk), entscheiden wir uns trotzdem für die Regenwasserzisterne. Vielleicht möchte man eines Tages auch ein kleines Schwimmbecken haben oder wir bekommen noch Familienzuwachs, dann sind wir schon schneller in einem Bereich in dem die Regenwasserzisterne sich positiv im Geldbeutel bemerkbar macht. Aber eine Gelddruckmaschine wird das nie!

Es gibt zahlreiche Wasserverbrauchsrechner im Internet. Wir haben nur leider keinen gefunden, der die Brauchwasser und Trinkwasser getrennt ausweisen. Deshalb haben wir den Wasserverbrauch „manuell“ ausgerechnet.

Entschieden haben wir uns für eine Regenwasserzisterne aus Beton. (Stichwort Kunststoff und Weichmacher, was wir vermeiden wollten.)

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