Fertighausanbieter

Fertighausanbieter – auf der Suche nach dem richtigen!

Fertighausanbieter gibt es mittlerweile weit mehr als 100. Allein in der Musterhausausstellung Bad Vilbel, die wir sehr empfehlen können, sind 92 Firmen Vertreten. Oberflächlich haben wir mit etwa 10, ernsthafter mit drei Fertighausanbietern Erfahrungen gemacht und Gespräche geführt. Drei bis fünf weitere werden folgen.

Wie erkennt man gute Fertighausanbieter?

Wirklich wissen tut man das wohl erst ob die Wahl einen guten Fertighausanbieter getroffen hat, wenn man bereits gebaut hat und alles hoffentlich glatt gelaufen ist. Gespräche führt man mit einem Verkäufer. Also kann man im ersten Moment auch nur den Verkäufer beurteilen. In den Verkaufsgesprächen gibt es eigentlich nur drei Fragen, die Aufschluss darüber geben, was wir vom Verkäufer und damit vom jeweiligen Fertighausanbieter halten.

1. Spricht der Verkäufer offen über alle Nebenkosten und nennt dafür realistische Beträge?

2. Drängt der Verkäufer auf einen (schnellen) Abschluss?

3. Nennt der Verkäufer auch die Posten, die Bauseits, also vom Bauherr zu tragen sind?

1. Nebenkosten Fertighausbau (Baunebenkosten)

Eine detaillierte Aufstellung der (Bau)nebenkosten für unseren Fertighausbau haben wir auf eine eigene Seite gepackt. Nachdem wir uns jetzt eine Weile mit dem Thema Fertighaus und bauen beschäftigt haben, wissen wir zumindest grob, welche Posten anfallen bzw. kennen zumindest die meisten Posten.

Auffällig wird´s immer dann, wenn ein Verkäufer Kosten verschweigt oder zu niedrig beziffert. Gerne mal unerwähnt bleiben zum Beispiel der Revisionsschacht, der Erdaushub selbst oder häufiger noch die Entsorgung der überschüssigen Erde. Besonders bei Grundstücken mit Hanglage sind diese Kosten, ebenso wie die der Außenanalage (mindestens fünfstellig, auch bei ebenen Grundstücken) nicht zu unterschätzen!

2. Drängt der Verkäufer auf einen schnellen Abschluss?

Drängt der Verkäufer schon im ersten Gespräch auf einen Abschluss, dann geben wir ihm kurz und knapp zu verstehen, dass er damit auf dem besten Weg ist, uns schnell wieder loszuwerden. Versteht er diesen unmissverständlichen Wink nicht und bleibt bei seinem Vertriebsleitfaden, hat er kein Haus, sondern uns vertrieben.

Lasst euch nicht mit irgendwelchen Sprüchen wie „diese Aktion ist nur noch diesen Monat gültig, danach kostet das selbe Haus 10.000 EUR mehr“ undsoweiter zu einer Unterschrift drängen. Nach der „Aktion“ ist vor der „Aktion“. 😉

Es ist erstmal der Verkäufer und nicht der Fertighausanbieter, der einen Deal machen und seine Provision kassieren möchte. Das sagt nicht notwendigerweise etwas über die Qualität des Produkts aus. Nur steht hinter einem Verkäufer meistens eine Vertriebsstrategie, die von der Geschäftsleitung vorgegeben ist. Wenn mich eine Vertreibsstrategie dazu drängt, unter Zeitdruck eine Unterschrift zu leisten, die uns vielleicht hunderttausende von Euros und für die nächsten 30 Jahre verschuldet, dann werde ich eher vorsichtig, als unterschriftsreif.

3. Nennt der Verkäufer Kosten, die nicht inklusive sind?

Sehr gut ist freilich, wenn ein Fertighausanbieter von sich aus sagt, welche Posten nicht im Verkaufspreis enthalten sind. Klar, so etwas wie ein Schornstein oder ein Wintergarten sind Extra. Manchmal sind uns hier Dinge begegnet, wie Innentreppen oder Rolläden, auf die man eigentlich nicht verzichten kann.

Tipp:

Stellt gezielt Fragen wie „was sind denn Extras, die fast jeder Bauherr noch zusätzlich nimmt?“ oder „was werden wir noch brauchen, was nicht inklusive ist?“

Gibt uns ein Fertighausanbieter gleich nach dem ersten ernsthaften Gespräch eine Bau- und Leistungsbeschreibung mit, sammelt er definitiv Pluspunkte.

7 comments

  1. Maria sagt:

    Hallo,

    hat jemand Erfahrungen mit Baufritz? Und wie sieht es mit Schwörerhaus aus? Ich würde mich sehr über ehrliche Erfahrungsberichte freuen.

    • Strauss sagt:

      HAllo
      Wir haben mit Baufritz gebaut. Wie habt ihr euch entschieden und welche erfahrung habt ihr gesammelt?
      Grüsse
      S.Strauss

  2. Nicole sagt:

    Hallo,

    wir würden gern ein Fertighaus bauen. Am Freitag haben wir uns ein Grundstück angeguckt und möchten es gern haben. Zur Zeit ist es zumindest telefonisch erstmal reserviert, aber noch nichts unterschrieben worden.Die konkrete Finanzierung steht auch noch nicht. Nur ca.! Nun hat der Verkäufer uns einen Werksvertrag plus sämtliche Zettel, wie zum Beispiel die kostenlose Küche, extras und einen Wisch, damit die Bank überhaupt genau rechnen kann uns zum unterschreiben vorgelegt.
    Auf die Frage, ob wir uns deie Unterlagen zum in Ruhe durchlesen, drüber schlafen und evtl. prüfen zu lassen mitnehemen dürfen wurde sofort verneint! Wir können auch jederzeit dort alles genau lesen und wenn wir etwas nicht verstehen, dann wird er es uns erklären.
    WIR HABEN NATÜRLICH NICHT SOFORT UNTERSCHRIEBEN!
    Er sagt, auch wenn eine Finanzierung doch nicht stattfinden wird unsererseits oder aus der Sicht der Bank würde der Vertrag jederzeit nichtig werden.
    Was haltet ihr davon? Ich habe gelesen, das ein seriöses Baunternehen den Vertrag zwecks Prüfung immer mitgibt. Und wenn man ein individuelles Fertighaus kauft, dann auch ein individueller Vertrag!

    Wer kann helfen?

    Gru?
    Nicky

  3. Fidel sagt:

    Hallo ihr Häuslebauer oder die, die es noch werden wollen….

    Ich habe ein sehr schönes Haus bei Bien-Zenker in Frechen bei Köln gekauft.

    Ich bin Geschäftsführer einer Bauträgergesellschaft zwischen Köln und Düsseldorf. Wir bauen seit über 20 Jahren Massivhäuser, weil Fertighäuser in dieser Region noch nicht so gefragt sind….

    Privat habe ich bereits von 13 Jahren ein frei geplantes Holzrahmenhaus durch unseren Zimmermann bauen lassen und habe dann ein Jahr lang in Eigenleistung das Haus vollendet.
    Da meine Familie und ich aber die fehlende Lebensqualität durch tägliche Fahrtzeit zur Firma von 2,5 Stunden nicht länger in Kauf nehmen wollten, haben wir es letztes Jahr verkauft und bauen bzw. lassen uns von Bien Zenker ein neues Haus in Solingen bauen.

    Ich habe mich letztes Jahr in die Fertighauswelt in Frechen bei Köln begeben. Dort habe ich mich als „Nichtbaufachkundiger“ ausgegeben, um zu sehen, welche Anbieter als seriös und gut herauszufiltern sind.
    Letztendlich sind nur drei für mich übrig geblieben…

    Stommel-Haus
    Bien-Zenker
    Baufritz

    Stommel-Haus und Baufritz sind tolle Hersteller mit einer außergewöhnlichen Qualität, die aber auch bezahlt werden will.

    Bien-Zenker hat für mich aber den besten Gesamteindruck hinterlassen. Ich hatte nach dem dritten Besuch das Gefühl, hier am Besten aufgehoben zu sein und der Preis war ca. 30.000€ günstiger, als es mit meinen Handwerkern in Massivbauweise gekostet hätte.
    Die Bauzeit ist mit ca. 6 Monaten mit allen Nebenarbeiten (mit einem Fertighaushersteller) nicht zu schlagen.
    Somit war dann die Entscheidung gefallen….

    Bien-Zenker, hier besonders Herr Kuckero, hatte uns ehrlich und mit viel Zeit über alles an mehreren Terminen vor Ort oder bei uns Zuhause informiert. Der Vertrag wurde dann letztes Jahr geschlossen.
    Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass es als Fachmann natürlich einfacher ist, die Verträge mit dem Kleingedruckten zu verstehen und zu verhandeln. Deshalb sollte man einen Fachmann bei diesen Terminen dabei haben.

    Danach wurden wir zu einem Besichtigungstermin in das Werk der Fa. Bien-Zenker eingeladen, welches wir krankheitsbedingt leider absagen mussten… sehr schade, werden wir aber noch nachholen, obwohl unser Haus ja schon fast fertig ist.

    Danach haben wir einen Bemusterungstermin in Neuwied mit einer kostenlosen Übernachtung wahrgenommen…. Tolle Ausstellung und vor allem war der zuständige Mitarbeiter sehr gut und hat sich sehr viel Zeit genommen.
    Hier sollte man aufpassen, dass man sich nicht durch tolle Eindrücke verleiten lässt und somit unnötige Mehrkosten durch Sonderwünsche produziert. Der gute Standard ist toll, alles andere ist Luxus.
    Nachdem wir einen tollen Tag verbracht hatten mit kostenlosem Essen haben wir ein paar Tage später die Mehr- und Minderkosten in der Post gehabt…. sehr gut nachvollziehbar aufgelistet.

    Nachdem bei uns die Baugenehmigung im März diesen Jahres erteilt war, hat es ca. 6 Wochen gedauert, bis Bien-Zenker mit dem Bau der Bodenplatte begonnen hat. Wir haben uns für ein KfW55-Haus mit Photovoltaikanlage entschieden, da ich als Energieberater sehr großen Wert auf Effizienz lege.
    Die Wohlfühlklima-Heizung+ mit Kopplung an die PV-Anlage war dann noch die beste Ausnutzung der solaren Gewinne für den zukünftigen Geldbeutel bezogen auf die Nebenkosten.

    Nach ca. 2,5 Wochen wurde dann das Haus innerhalb von 4 Tagen regendicht aufgebaut. Die Installationsarbeiten für Elektro und Heizung-Sanitär wurden dann nahtlos begonnen und fertiggestellt. Währenddessen wurde das Dach mit Dachpfannen und allem Zubehör vollendet.
    Nach weiteren zwei Wochen wurde dann der Estrich eingebaut. Eine Woche später wurden dann die Endarbeiten der einzelnen Handwerker Elektro und Heizung-Sanitär vollendet.

    Das Haus ist nächste Woche übergabereif, somit können meine Handwerker dann die Restarbeiten durchführen und einem Einzug Ende August steht nichts mehr im Weg.

    Heute, nach ca. 4,5 Wochen kann ich nur sagen, dass die Arbeiten in einer tollen Qualität und Sorgfalt durchgeführt wurden. Man hatte immer einen kompetenten Bauleiter, einen immer erreichbaren Projektleiter bei Bien-Zenker und engagierte Handwerker vor Ort.

    Ein großes Lob an die Fa. Bien-Zenker, von jemandem der auch seit vielen Jahren wunderschöne, hochwertige Häuser baut und weiß, dass ein zufriedener Kunde das größte Lob für seine Arbeit ist.

    Gruß

    Fidel

  4. Beil , Peter sagt:

    Peter Beil,
    habe sehr schlechte Erfahrung mit Büdenbender- Hausbau 2016 ab Vertragsabschluss 2015 ging alles schief , es spricht keiner mit uns es ruft keiner zurück ,auf E-Mail wird auch nicht reagiert.
    Die Qualität an der Baustelle läßt auch zu wünschen übrig . Habe versucht mit anderen Bauherren
    die mit Büdenbender gerade bauen Kontakt auf zu nehmen,wir waren nicht die einzigen es ist wohl
    gang und gebe.
    Der Chef des Hauses sehr arogant und überhaupt nicht gesprächsbereit.

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