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Hallo liebe Leser!

Nachdem wir sehr, sehr lange nichts von uns haben hören lassen, folgt nun endlich ein kurzer Abschlussbericht und Zusammenfassung der letzten Bauschritte.

Verlegen von Stromkabeln

Die Stromkabel haben wir selbst verlegt. Wir haben dazu einen Elektromeister mit ins Boot geholt, der die Installation schlussendlich abgenommen und natürlich auch alles angeschlossen und den Stromkasten gesetzt hat. Für die Verlegung der Kabel muss man ca. 3 Tage rechnen. Tipp: Denkt an Antennen- und Boxenkabel! Wo es ging haben wir diese in die Wände und über die Decke gezogen.

Dämmen, Beplanken, Spachteln, Schleifen, Streichen

Das Dämmen und Beplanken im Massa Haus sind arbeiten, die wirklich jeder Verrichten kann. Natürlich ist es mit viel Arbeit verbunden und eine wirklich staubige Angelegenheit die je nach Dämmstoff die Atemwege reizen kann. Hier empfiehlt sich mit Atemschutzmasken zu arbeiten und bei empfindlicher Haut auch Maleranzüge zu tragen. Als Hilfswerkzeug haben wir eine elektrische Heckenschere benutzt. Dauer für die Dämmung: ca. 5 Tage.

Das Zuschneiden der Gips- und Gipsfaserplatten ist mit etwas Übung leicht zu lernen. Als Zusatzwerkzeug fürs Beplanken kann ich einen Plattenheber sowie einen Magazinschrauber empfehlen. Hier taugen wohl nur die teuren von Makita etwas, die allerdings gebraucht auf Ebay erhältlich sind und die man gebraucht auch wieder verkaufen kann.

Beim zuschneiden der Platten für die Dachschrägen insbesondere bei Quergiebeln ist noch mehr Übung erforderlich, die man bei meist doch recht geringer Anzahl an Giebeln die so ein Haus hat 🙂 zur Folge hat, dass man ein paar Mal schneiden muss bis es passt. Dauer für die Beplankung, ca. 10 Tage.

Und noch viel mehr Übung brauchts beim Spachteln der Stöße zwischen den Gipsplatten. Man sollte versuchen großflächig über die Stöße hinaus zu spachteln und die Spachtelmasse dünn auszustreichen. So ist hinterher die Schleifarbeit weniger aufwändig.

Letztlich hat das nach ein paar Tagen gut geklappt. Nur dort, wo wir angefangen („geübt“) hatten, musste wir teilweise schleifen und dann nochmals spachteln und nochmals schleifen. Mit fortgeschrittener Arbeit und Übung reichte dann jeweils ein Spachtel- und Schleifgang. Am besten man fängt erstmal an Stellen an wo man sowieso Fliesen an die Wände klebt. Dort ist es zwar gar nicht zwingend nötig zu spachteln, es bietet aber prima Übungsfläche! Dauer für Spachteln und Schleifen ca. 10 Tage.

Die Wände haben wir so fein gespachtelt und geschliffen, dass es gut ging die Wände mit körnigem Voranstrich und Farbe zu verschönern. – Wir haben also dirket auf den Gipsplatten gestrichen. Womit man wohl auf jeden Fall rechnen muss sind Risse in den nächsten 2 – 3 Jahren in den Winkeln an den Decken. Bei Nachbarn, die auch mit Massa gebaut haben und die Spachtelarbeiten von einem Fachbetrieb haben machen lassen gibt es die gleichen Risse. – Holz arbeitet nun mal. Mit Tapeten kann man da sicher ein Stück weit kaschieren. Dauer für das Streichen ca. 7 Tage.

Dämmung unter dem Estrich

Eigentlich war es nicht geplant, die Dämmung unter dem Estrich selbst zu machen. Unser Heizungsbauer meinte aber, das gehöre zu den einfachsten Tätigkeiten und er hatte recht damit. Natürlich sollte man vom Estrichleger sich die Dämmung abnehmen lasssen, damit die Gewährleistung für seine Arbeiten nicht erlischt. Dauer für die Dämmung unter dem Estrich: ca. 3 Tage inkl. Kellergeschoss

Verlegen von Fertigparkett

Das Verlegen des Fertigparketts war nach all der Zuschneideübungen bei den anderen Gewerken recht einfach. Gute Dienste hat uns eine Akku-Stichsäge geleistet. Die Dauer hierfür betrug ca. 7 Tage.

Dauer Fertighausausbau und Einzugstermin

Letztenendes haben wir ziemlich genau ein halbes Jahr zwischen Stelltermin und Einzug gebraucht wobei ich in dieser Zeit 3 – 4 Wochen Urlaub hatte. Natürlich haben wir auch stets an den Abenden und Wochendenden sehr viel gerabeitet. Wir hatten mit meinem Vater und noch einem Freund der Familie zwei wertvolle Helfer ohne die es sicher 2 Monate länger gedauert hätte.

Fazit zum Bau mit Massa

Im Großen und Ganzen waren wir recht zufrieden. Ein ein paar Stellen gab es zwar Mängel, diese wurden aber umgehend beseitigt. Der Arichtekt hätte etwas mehr Eingenmotivation mitbringen könnnen, war aber trotz des Pauschalpreises sehr geduldig. Der Bauleiter war jetzt zwar nicht besonders oft physisch anwesend, stand aber für Rückfragen per Telefon stets zur Seite bzw. hat schnell zurück gerufen. Wir sind zwar nicht so sicher, ob wir wenn wir es noch mal bauen würden so viel selbst machen würden – das Bauen mit Massa Haus hat aber grundsätzlich gepasst.

Massa Erfahrungen Teil 1 – Dämmen und Quellmörtel

Erstmal „Sorry“ an alle Leser, weil wir hier in letzter Zeit nicht allzu aktiv waren. Warum dem so war, wird sich jeder denken können. Es ist einfach Arbeit, Arbeit, Arbeit! Es sind keine schwere Arbeiten, die beim Ausbau eines Massa Fertighauses (oder besser ist wirklich der Ausdruck „Massa Ausbauhaus“ zu erledigen ist, aber es ist wirklich und ganz ehrlich viel, viel, viel.

Die ersten 1 bis 2 Tage benötigt man dafür die Sockeldämmung anzukleben, was man vor dem Quellmörtel vorgenommen haben sollte. Diese nämlich dient als Einschalung für den Quellmörtel, den man von innen rein schiebt und er soll ja nicht nach außen raus laufen.

Dämmung_unter_Giebel

 

Das Unterfüttern des Hauses mit Quellmörtel ist eine ziemlich hässliche Arbeit. Man schiebt dabei mit einer winzigen Kelle („Hamburger Kelle“, ich hab sie dann liebevoll in „Deppenkelle“ umgetauft, weil man die Arbeit niemandem machen lassen würde, den man gerne mag), ca. 150kg Quellmörtel in winzige Spalten hinein, während man auf dem Boden herum kriecht. Damit ist man ca. 1,5 Tage beschäftigt.

Quellmörtel verarbeiten

Quellmörtel verarbeiten

Als nächstes muss die Dämmwolle den Weg ins Haus finden. Die Wolle, die ihr hier seht, ist etwa die Hälfte von dem, was tatsächlich ins Haus musste und nun mittlerweile in den Wänden steckt.

Dämmung Lieferung

Dämmung Lieferung

Viele Wände wollen gefüllt werden.

Holzständerwände

Holzständerwände

 

Wir haben uns für Dämmwolle von Knauf entschieden, da diese „nur“ auf die Atemwege aggressiv einwirkt, aber zumindest etwas hautverträglicher als die Rockwoll ist. Für das Schneiden vor Allem der dickeren Wolle (> 160mm) empfehlen wir eine herkömmliche elektrische Heckenschere. Wir haben die hier genommen:

Heckenschere

Die Dämmplatten schneidet man immer 2 – 3cm breiter als die Spalten in die sie rein sollen, damit sie locker zwischen den Balken klemmen.

Massa_Haus_Dämmen1

Massa Haus Dämmen

Diese Arbeit ist wie schon angesprochen für die Atemwege sehr unangenehm. Leute mit Empfindlichkeit gegen Hausstaub und ähnlichem sollten sich hier zurückhalten.

Im Laufe der Woche geht´s weiter mit dem Bericht!

Die Hütte steht

Seit einer guten Woche steht unsere bescheidene Hütte nun!

Beim Aufbau selbst lief alles glatt. Die Massa Aufbautruppe kam mit 5 Leuten + 1 Kranfahrer + 2 Gerüstbauer. Am ersten Tag wurde von 6 Uhr in der Früh bis abends  20:00 gearbeitet und das Massa Haus war dann in groben Zügen schon sehr gut als solches erkennbar.

Die Massa Aufbautruppe selbst muss man ausdrücklich loben. Sie sind ausgesprochen freundlich und das Team funktioniert wie ein aufeinander eingestelltes Uhrwerk.

Fehler und Mängel (die wir bisher) entdeckt haben, sind 1 große und 3 kleinere Schrammen an Fensterbänken im Dachgeschoss.

Hier Bilder der Stelltage.

Massa Haus Stelltag 1d Massa Stelltag 1b Massa Stelltag 1c Massa Stelltag1a Massa_Haus_Stelltag2 Massa_Haus_unverputzt Massa_Stelltag1 Massa Stelltag 2

Stelltermin steht

Am 27.1.2014 war der Bauleiter da und hat den Keller abgenommen. Bis auf minimale, aber unwesentliche Abweichungen passt alles.

Der Bauleiter meinte, aktuell sei wenig los, er rechnet mit 4 Wochen Lieferzeit.

Frau Abersfelder haben wir umgehend nachdem der Bauleiter sein ok gegeben hat angemailt. Sie meinte ja, sie könne etwas beschleunigen, damit es in 3 Wochen klappt.

Aber Pustekuchen! Als Stelltermin wurde uns der 13.3. – 17.3. genannt, also 6,5 Wochen, und keine Rückmeldung von Frau Abersfelder, die sonst immer umgehend bzw. binnen weniger Stunden auf Rückfragen geantwortet hat.

Zwischen 13. und 17. liegt ein Wochenende! Wir hoffen mal ganz stark, dass Massa nicht vorhat, das Dach über das Wochenende ungedeckt zu lassen. Schließlich möchten wir nicht unbedingt in einem Schwimmbad den Innenausbau beginnen.

Die Produktionszeit werden wir nun nutzen, um den Keller soweit fertig zu machen. (Elektrokabel verlegen, verputzen der Wände, etc.)

 

 

Kellerbau geht gut voran

Der Bau des Kellers geht gut voran! Der Kellerbau ist wohl der körperlich anstrengendste Teil der ganzen Bauphase, da enorme Massen an Mauerziegeln bewegt werden wollen und müssen. Zuerst wird die Bodenplatte aus Beton gegossen, die wir schon am nächsten Tag wieder ausgeschalt haben. Dann wird die erste Ziegelreihe gemauert, bevor die weiteren Reihen mit einer Art Fliesenkleber geklebt werden. Das geht deutlich fixer, als mit Mörtel zu mauern.

Hier die erste Reihe und etwa ein Fünftel der Steine, die wir bewegt haben.

erste Reihe mauern

Steine soweit das Auge reicht

Die letzte Reihe wird auch wieder gemauert und ist wieder etwas zeitaufwändiger.

Kellermauern nach 2 Tagen

Ergebnis nach 2 Tagen Mauern. Man kann schon gut die Grundrisse erkennen.

 

Schon bevor der Keller komplett fertig war, haben wir damit angefangen die Außenwände mit einer einfachen Malerrolle für die Bitumen Dickschicht zu grundieren. Die Bitumenschicht haben wir anschließend mit Kellen ähnlich wie Fassadenputz in zwei Arbeitsgängen, also quasi doppelt, aufgetragen. Das Ganze dient dem Abdichten der Kelleraußenwände gegen Feuchtigkeit, es sollte deshalb sehr genau und penibel erledigt werden. Vor Allem das Auftragen der Bitumen Dickschicht ist eine „Drecksarbeit“ im wahrsten Sinne des Wortes. Das Zeug klebt wie Pech an Klamotten, Haut und Haaren. Hier empfiehlt es sich also mit Altkleidung oder mit Malerüberzügen und idealerweise mit Einweghandschuhen zu arbeiten.

Grundierung

Hier wird grundiert

Bitumen Dickschicht

Hier ist die Bitumen Dickschicht bereits aufgetragen.

Bisher haben wir an Zeit benötigt:

1 Tag für das Ein- und Ausschalen der Bodenplatte

3 Tage Mauern

3 Tage für das Auftragen der Grundierung und der Bitumen Dickschicht

Wir rechnen damit, dass wir nun noch einen Tag für die Kellerdecke und Restmauerarbeiten benötigen, einen Tag für das Einbringen der Drainage, einen Tag für das Anbringen der Außendämmung sowie einen Tag für das Gießen der Kellertreppen (außen und innen). Wir landen also insgesamt bei ca. 11 Tagen für den Kellerrohbau.

Update 4.2.2014

Der Keller ist nun soweit fertig, hier noch ein paar Bilder vom weiteren Baufortschritt. (Reihenfolge nicht chronologisch.)

Frisch gegossene Kellerdecke

Frisch gegossene Kellerdecke

Wieder Schaufelarbeit - abgerutschte Erde

Wieder Schaufelarbeit – abgerutschte Erde

 

Das wird die Kellertreppe werden

Das wird die Kellertreppe werden

Erdarbeiten Arbeitsraum

Die Erdarbeiten für unser Fertighaus sind mittlerweile erledigt. Leider lief nicht alles 100%ig glatt. Problem war, dass man es mit dem Arbeitsraum alles andere als großzügig gemeint hat.

Man braucht rund um den Keller noch genügend Platz, mindestens 50cm um Arbeiten wie das Anbringen der Bitumen Dickschicht und der Dämmplatten erledigen zu können. An gleich zwei Stellen bzw. Ecken reichte dieser Platz nicht aus, da waren es gerade mal 20cm. Da der Unternehmer trotz seiner garantierten Zusage noch nachzubessern dem nicht nach kam, mussten wir um das Bauvorhaben nicht weiter zu verzögern Wohl oder übel selbst mit Pickel und Schaufeln ran um den Arbeitsraum zu vergrößern. „Manuelle“ Erdarbeiten sind alles andere als schöne Arbeiten und mit viel Schweißverlust und Muskelkater verbunden. Insgesamt haben wir dafür sicher 5 Stunden mit 2 Personen verschwenden müssen.

Bei den Bildern hier könnt Ihr sehen, an welchen Stellen zu wenig Arbeitsraum gelassen wurde.

Erdarbeiten Arbeitsraum

Zu wenig Arbeitsraum

 

Auch hier zu wenig Arbeitsraum

Blöd, dass wir die Rechnung schon komplett gezahlt hatten und so keinen Druck mehr machen konnten, um die Arbeiten nachbessern lassen zu können.

Wärmepumpe

Wir haben uns für eine Wärmepumpe als Heizungsart entschieden. Das hat im wesentlichen 2 Gründe. Erstens ist sie in der Anschaffung deutlich günstiger als die Kombination Pellets mit Solar, über die wir auch sehr lange nachgedacht haben. Zweitens verschwendet man damit keinen Platz, den man bei Pellets für die Behälter benötigt. Gas war für uns wegen der zu stark schwankenden Rohstoffpreisen keine Option. Das Risiko Strompreise, das man mit einer Wärmepumpe natürlich hat, werden wir sehr wahrscheinlich mit einer Photovoltaik Anlage etwas kompensieren. Was man sich nach Aussage des (mit uns befreundeten) Heizungsbauer auf keinen Fall aufschwatzen lassen sollte, ist Wärmepumpe in Verbindung mit Solar für Warmwasser. Es ist wohl so, dass dann, wenn Solar ausreichend Warmwasser liefert, das die Wärmepumpe genausogut kann und so eine der beiden Technologien überflüssig ist.

Details dazu, welche Pumpe das genau wird, folgen noch!

Kosten Erdarbeiten

Bei den Kosten für die Erdarbeiten haben wir uns irgendwie komplett verschätzt bzw. beim Thema „was kostet wie viel“ . So haben wir bei den Erdarbeiten einen Teil zu günstig und einen Teil mit zu hohen Kosten eingestuft.

So ist am Ende des Tages die Deponie, für die bei den Erdarbeiten anfallende Erde die weggefahren werden muss, teurer als der Aushub selbst. Die gute Nachricht dabei allerdings ist, dass wir vom Gesamtpreis her dennoch fast eine Punktlandung mit unseren kalkulierten Kosten haben. Da ich nicht gerade mit Unmengen an Zeit ausgestattet bin, hat sich – danke Papa – mein Vater darum gekümmert, einen Dienstleister zu beauftragen und einen Festpreis ausgehandelt.

Dieser beinhaltet die Kosten für alle Erdarbeiten, sogar die, die für das Setzen der Zisterne erforderlich sind und der Preis des Gesamtpakets liegt bei 10.710 € inkl. MwSt. und beinhaltet im Einzelnen folgende Posten:

Baugrubenaushub 150m³ auf dem Grundstück lagern (3,50 EUR/Kubikmeter) und 300m³ zur Deponie fahren, Deponiegebühren (16,50 EUR/Kubikmeter).

Revisionsschacht setzen mit Steigeisen einschließlich Erdarbeiten (850 EUR)

Sauberkeitsschicht (290 EUR)

Kanalaushub, Rohre verlegen, Aushub für die Zisterne (1.656 EUR)

Wiedereinfüllen und verdichten (150m³ je 14,50 EUR).

Wirklich teuer sind dabei die Kosten, die bei den Erdarbeiten für Deponie und Abstransport anfallen. Das nämlich sind mit 16,50 EUR 13 EUR je Kubikmeter mehr, als wenn die Erde auf dem Grundstück bleibt. Auch das Wiedereinfüllen und Verdichten kostet stattliche 14,50 EUR je Kubikmeter.

Kalkuliert hatten wir in unseren Fertighaus Kosten 11.150 EUR, damals noch ohne Zisterne. von daher ist das Festpreisangebot von 10.710 EUR ein Superpreis!

 

Regenwasserzisterne

Regenwasserzisternen lohnen sich! Oder doch nicht? Wir haben darüber eine ganze Weile nachgedacht und recherchiert und herausgefunden, dass es unter normalen Umständen sehr lange dauert, bis sich eine Regewasserzisterne amortisiert hat.

Wobei man hier natürlich unterscheiden muss, ob man die Regenwasserzisterne nur für die Gartenbewässerung nutzt – hier spielt selbstredend wieder die Größe des Gartens eine maßgebliche Rolle – oder auch für die Klospülung, oder auch zum waschen der Wäsche. Regenwasser zum duschen nutzen geht übrigens nicht, weil die Dusche über den Wasserkreislauf des Trinkwassers läuft.

Die Situation in der Gemeinde in der wir bauen, verhält sich in Bezug auf die Rentabilität einer Regenwasserzisterne jedoch noch etwas anders. In Sommerkahl nämlich gibt es eine eigene Quelle, die das Dorf mit Wasser versorgt. Gut daran, dass wir so eine sehr hohe Wasserqualität haben. Eher schlecht dagegen, dass die Kosten für das Wasser mit 2,20 EUR /m³ sehr hoch sind.

Einen Ort weiter, 5km entfernt, kostet der m³ zum Beispiel nur 1,00 EUR. Dort lohnt sich eine Regenwasserzisterne nicht wirklich. Laut Online Rechner können wir bei unseren Wasserkosten von 2,20 EUR /m³ mit Regenwassernutzung aller möglichen Kanäle pro Jahr 85 EUR sparen mit einem 3 Personenhaushalt. Gehen wir mal großzügig von 100 EUR aus, kann man bei Zisternenkosten von 2.500 EUR inkl. Erdaushub also schon 20 Jahre rechnen, bis es sich lohnt. Am Ende ist es also wohl ein Nullsummenspiel.

Da wir aber auch eher grün unterwegs sind, und Regenwasser zudem besser für die Waschmaschine ist (es enthält keinen Kalk), entscheiden wir uns trotzdem für die Regenwasserzisterne. Vielleicht möchte man eines Tages auch ein kleines Schwimmbecken haben oder wir bekommen noch Familienzuwachs, dann sind wir schon schneller in einem Bereich in dem die Regenwasserzisterne sich positiv im Geldbeutel bemerkbar macht. Aber eine Gelddruckmaschine wird das nie!

Es gibt zahlreiche Wasserverbrauchsrechner im Internet. Wir haben nur leider keinen gefunden, der die Brauchwasser und Trinkwasser getrennt ausweisen. Deshalb haben wir den Wasserverbrauch „manuell“ ausgerechnet.

Entschieden haben wir uns für eine Regenwasserzisterne aus Beton. (Stichwort Kunststoff und Weichmacher, was wir vermeiden wollten.)

Bemusterung Massa Haus

Bemusterung Massa Haus

Gestern waren wir zur Bemusterung unseres Massa Hauses in Hückelhoven (NRW). Massa sponsort die Übernachtung, was wie ich finde eine nette Geste ist. Aus anderen Bautagebüchern wissen wir bereits, dass es einen Pflicht- und einen freiwilligen Teil gbit, den sie „emotionalen Teil“ nennen. Das Bemusterungscenter ist nicht Massa direkt, sondern ein Baustoffhändler, der als Subunternehmer für Massa, aber auch Allkauf, Okal und Streif arbeitet.

Hotel Restaurant am Park in Hückelhoven

Untergebracht waren wir im Hotel am Park in Hückelhoven. Das Hotel ist ganz nett, das Personal noch netter und sehr zuvorkommend. Es gibt ein Restaurant im Hotel, für das wir uns ohne lang zu überlegen entschieden haben, weil wir nach 3h im Auto nicht noch groß auf die Suche nach etwas anderem machen wollten. Zum Essen dort würde ich sagen: In der Speisekarte blumig umschriebenes Essen, wo man scheinbar die Zeit, die der Koch zum formulieren der Speisekarte braucht mitbezahlt ;-). (Was bei uns in der Dorfwirtschaft Rumsteak mit Kartoffeln, Zwiebeln und Gurkengemüse heißen würde und 15,90 EUR kostet, heißt dort Rumpsteak vom westphälischen Rind mit Pommes Wedges an Charlottenjus und gerahmten Gurkenspalten (oder so ähnlich) und kostet 23 EUR bei gleicher Qualität.)

Das Zimmer war extrem laut, da direkt an einer viel befahrenen Hauptverkehrsstraße, das Frühstück war wirklich sehr gut, reichhaltig und mit riesiger Auswahl. Auch das Personal am Folgemorgen war bemerkenswert freundlich! 🙂

Bemusterung

Im Bemusterungscenter (Mobau Wirtz Haussysteme), wo man täglich 4 – 5 Baufamilien begrüßt, war Herr Königs unser Berater. Herr Königs war supernett und angenehm unaufdringlich. So war der Pflichteil in weniger als einer Stunde durch. Dort sucht man lediglich Außentür, Dachziegel, Farbe des Dachvorsprungs und die Treppe sofern man eine mitgekauft hat aus und kann wo man möchte bei den Außenfenstern und der Eingangstür noch Milchglas auswählen. Die Standards genügten uns durchweg. Die Auswahl an Außentüren reichte aus und für´s Dach kamen wegen des Bebauungsplans  ohnehin nur 2 Sorten Ziegel in Frage. Rot/braun oder anthrazit, wir wählten zweiteres. Was, wie, welche Treppe(n) wird uns wohl noch etwas beschäftigen, da wurden wir nicht fündig. Etwas ärgerlich im Nachhinein ist, dass man für nicht mal eine Stunde Pflichtteil einen kompletten Tag Urlaub nehmen muss, den man später zum Bauen doch so nötig braucht. Hier wäre es kundenfreundlicher, wenn Massa mehrer Bemusterungspartner über Deutschland verteilt hätte und man wenigestens mit einem halben Tag Urlaub auskommt.

Den freiwilligen Teil nahmen wir auch noch mit, da wir eh noch massig Zeit hatten und außerdem von Massa unseren 1.000 EUR Bemusterungsgutschein. Davon kauften schlichte, weiße Innentüren, erstmal nur 6 Stück (obgleich wir 9 brauchen) für ~ 1.500 EUR abzgl. Gutschein. Speisekammer und die Ankleide bekommen günstigere Türen, da diese keinerlei Schall abhalten müssen und den Übergang von Flur zu Wohnbereich lassen wir entweder offen oder wir bestellen noch eine siebte Tür nach, mal sehen wie der Raum wirkt, wenn die Wände stehen. Für die Bodenbeläge sind wir noch nicht entscheidungsfähig, an Sanitärobjekte kommen wir über einen befreundeten Heizungsbauer vermutlich günstiger, als dort bei der Massa Bemusterung.

Man hätte auch komplette Pakete nehmen können, was sämtliche Wand- und Bodenbeläge, Sanitäre Objekte und Innentüren beinhaltet hätte und für unser Haus 16.900 EUR gekostet hätte inkl. aller Materialien zur Verarbeitung. Hätten wir uns nicht schon auf ein Fliesenformat festgelegt, das es dort nicht in unserer Wunschoptik (Zement) gab, wäre das vielleicht sogar etwas für uns gewesen. Dann hätte man die Qual der Wahl wenigstens hinter sich!