Archiv für 15. Oktober 2013

Wärmepumpe

Wir haben uns für eine Wärmepumpe als Heizungsart entschieden. Das hat im wesentlichen 2 Gründe. Erstens ist sie in der Anschaffung deutlich günstiger als die Kombination Pellets mit Solar, über die wir auch sehr lange nachgedacht haben. Zweitens verschwendet man damit keinen Platz, den man bei Pellets für die Behälter benötigt. Gas war für uns wegen der zu stark schwankenden Rohstoffpreisen keine Option. Das Risiko Strompreise, das man mit einer Wärmepumpe natürlich hat, werden wir sehr wahrscheinlich mit einer Photovoltaik Anlage etwas kompensieren. Was man sich nach Aussage des (mit uns befreundeten) Heizungsbauer auf keinen Fall aufschwatzen lassen sollte, ist Wärmepumpe in Verbindung mit Solar für Warmwasser. Es ist wohl so, dass dann, wenn Solar ausreichend Warmwasser liefert, das die Wärmepumpe genausogut kann und so eine der beiden Technologien überflüssig ist.

Details dazu, welche Pumpe das genau wird, folgen noch!

Kosten Erdarbeiten

Bei den Kosten für die Erdarbeiten haben wir uns irgendwie komplett verschätzt bzw. beim Thema „was kostet wie viel“ . So haben wir bei den Erdarbeiten einen Teil zu günstig und einen Teil mit zu hohen Kosten eingestuft.

So ist am Ende des Tages die Deponie, für die bei den Erdarbeiten anfallende Erde die weggefahren werden muss, teurer als der Aushub selbst. Die gute Nachricht dabei allerdings ist, dass wir vom Gesamtpreis her dennoch fast eine Punktlandung mit unseren kalkulierten Kosten haben. Da ich nicht gerade mit Unmengen an Zeit ausgestattet bin, hat sich – danke Papa – mein Vater darum gekümmert, einen Dienstleister zu beauftragen und einen Festpreis ausgehandelt.

Dieser beinhaltet die Kosten für alle Erdarbeiten, sogar die, die für das Setzen der Zisterne erforderlich sind und der Preis des Gesamtpakets liegt bei 10.710 € inkl. MwSt. und beinhaltet im Einzelnen folgende Posten:

Baugrubenaushub 150m³ auf dem Grundstück lagern (3,50 EUR/Kubikmeter) und 300m³ zur Deponie fahren, Deponiegebühren (16,50 EUR/Kubikmeter).

Revisionsschacht setzen mit Steigeisen einschließlich Erdarbeiten (850 EUR)

Sauberkeitsschicht (290 EUR)

Kanalaushub, Rohre verlegen, Aushub für die Zisterne (1.656 EUR)

Wiedereinfüllen und verdichten (150m³ je 14,50 EUR).

Wirklich teuer sind dabei die Kosten, die bei den Erdarbeiten für Deponie und Abstransport anfallen. Das nämlich sind mit 16,50 EUR 13 EUR je Kubikmeter mehr, als wenn die Erde auf dem Grundstück bleibt. Auch das Wiedereinfüllen und Verdichten kostet stattliche 14,50 EUR je Kubikmeter.

Kalkuliert hatten wir in unseren Fertighaus Kosten 11.150 EUR, damals noch ohne Zisterne. von daher ist das Festpreisangebot von 10.710 EUR ein Superpreis!

 

Regenwasserzisterne

Regenwasserzisternen lohnen sich! Oder doch nicht? Wir haben darüber eine ganze Weile nachgedacht und recherchiert und herausgefunden, dass es unter normalen Umständen sehr lange dauert, bis sich eine Regewasserzisterne amortisiert hat.

Wobei man hier natürlich unterscheiden muss, ob man die Regenwasserzisterne nur für die Gartenbewässerung nutzt – hier spielt selbstredend wieder die Größe des Gartens eine maßgebliche Rolle – oder auch für die Klospülung, oder auch zum waschen der Wäsche. Regenwasser zum duschen nutzen geht übrigens nicht, weil die Dusche über den Wasserkreislauf des Trinkwassers läuft.

Die Situation in der Gemeinde in der wir bauen, verhält sich in Bezug auf die Rentabilität einer Regenwasserzisterne jedoch noch etwas anders. In Sommerkahl nämlich gibt es eine eigene Quelle, die das Dorf mit Wasser versorgt. Gut daran, dass wir so eine sehr hohe Wasserqualität haben. Eher schlecht dagegen, dass die Kosten für das Wasser mit 2,20 EUR /m³ sehr hoch sind.

Einen Ort weiter, 5km entfernt, kostet der m³ zum Beispiel nur 1,00 EUR. Dort lohnt sich eine Regenwasserzisterne nicht wirklich. Laut Online Rechner können wir bei unseren Wasserkosten von 2,20 EUR /m³ mit Regenwassernutzung aller möglichen Kanäle pro Jahr 85 EUR sparen mit einem 3 Personenhaushalt. Gehen wir mal großzügig von 100 EUR aus, kann man bei Zisternenkosten von 2.500 EUR inkl. Erdaushub also schon 20 Jahre rechnen, bis es sich lohnt. Am Ende ist es also wohl ein Nullsummenspiel.

Da wir aber auch eher grün unterwegs sind, und Regenwasser zudem besser für die Waschmaschine ist (es enthält keinen Kalk), entscheiden wir uns trotzdem für die Regenwasserzisterne. Vielleicht möchte man eines Tages auch ein kleines Schwimmbecken haben oder wir bekommen noch Familienzuwachs, dann sind wir schon schneller in einem Bereich in dem die Regenwasserzisterne sich positiv im Geldbeutel bemerkbar macht. Aber eine Gelddruckmaschine wird das nie!

Es gibt zahlreiche Wasserverbrauchsrechner im Internet. Wir haben nur leider keinen gefunden, der die Brauchwasser und Trinkwasser getrennt ausweisen. Deshalb haben wir den Wasserverbrauch „manuell“ ausgerechnet.

Entschieden haben wir uns für eine Regenwasserzisterne aus Beton. (Stichwort Kunststoff und Weichmacher, was wir vermeiden wollten.)